Rollenspiel
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Als Leitungskraft herausfordernde Gespräche souverän führen
Ob es um sensible Themen wie Suchtproblematiken, Abmahnungen und Kündigungen geht oder um emotionale und herausfordernde Gespräche bei Auffälligkeiten im Verhalten von Mitarbeitenden - professionelle Kommunikation ist entscheidend. Gleichzeitig spielt auch der Umgang mit positiven Themen wie Lohnverhandlungen, Wertschätzung und Anerkennung eine zentrale Rolle.
In dieser praxisnahen Veranstaltung lernen Sie, wie Sie selbst schwierige Gespräche sicher, empathisch und lösungsorientiert führen können. Sie erhalten Werkzeuge und Techniken an die Hand, um belastende Situationen zu bewältigen und gleichzeitig die Motivation und Bindung Ihrer Mitarbeitenden zu fördern.
Professionelle Gesprächsführung und Fragetechniken für Mitarbeitende in der ambulanten Arbeit mit ps
Die MAVO Einrichtung "Ambulante und offene Hilfen" im Dominikus-Ringeisen-Werk veranstaltet jährlich einen Fachtag, der sich speziell mit den Bedarfen der Mitarbeitenden in diesem Einsatzgebiet beschäftigt. Dabei werden verschiedene Veranstaltungen zur Wahl angeboten. Das hier dargestellte Angebot beschäftigt sich mit professioneller Gesprächsführung und Fragetechniken.
Die ambulante Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen stellt Mitarbeitende vor besondere kommunikative Herausforderungen. Gespräche finden meist im häuslichen Umfeld der Klient*innen statt – einem „Wohnzimmer-Setting“, das sowohl Nähe ermöglicht als auch professionelle Klarheit und methodisches Geschick erfordert. Gleichzeitig bietet gerade dieses „Wohnzimmer-Setting“ wertvolle Chancen für Vertrauensaufbau, Stabilisierung und alltagsnahe Unterstützung.
Die Fortbildung soll Mitarbeitende darin stärken, Gespräche in diesem sensiblen Rahmen sicher und professionell zu führen. Die Teilnehmenden lernen mit schwierigen Gesprächssituationen wie Schweigen, Widerstand oder Gesprächsabbrüchen konstruktiv umzugehen und wirksame Fragetechniken – offene, geschlossene, zirkuläre und Skalierungsfragen – gezielt einzusetzen.
Durch praxisnahe Übungen, Rollenspiele und kollegialen Austausch erweitern sie ihre kommunikative und methodische Kompetenz und entwickeln einen persönlichen Methodenkoffer, der unmittelbar in Alltagsbegleitung, Beratung und Krisenintervention eingesetzt werden kann.
Nimm´s nicht persönlich - Umgang mit Kränkungen in der professionellen Beziehungsgestaltung
Die MAVO Einrichtung "Ambulante und offene Hilfen" im Dominikus-Ringeisen-Werk veranstaltet jährlich einen Fachtag, der sich speziell mit den Bedarfen der Mitarbeitenden in diesem Einsatzgebiet beschäftigt. Dabei werden verschiedene Veranstaltungen zur Wahl angeboten. Das hier dargestellte Angebot beschäftigt sich mit dem Umgang von Kränkungen in der professionellen Beziehungsgestaltung.
Kränkungen stellen eine spezielle Form zwischenmenschlicher Konflikte dar, bei der das Selbstwertgefühl angegriffen wird. Das Verhalten oder ein falscher Kommentar von anderen können zu der Empfindung führen, zu kurz zu kommen, weniger wert zu sein, benachteiligt oder abgelehnt zu werden. Kurz gesagt: Kränkungen trüben unser Wohlbefinden und den Kontakt zum Gegenüber.
Auch im beruflichen Kontext sind wir nicht davor gefeit, uns gekränkt zu fühlen. Wie kann mit solchen Situationen umgegangen werden und eine gute Verbindung zu mir selbst und zum Gegenüber aufrechterhalten werden?
Ziel der Veranstaltung ist das Verstehen der Kränkungsdynamik bei sich selbst und den Menschen in ihrem Arbeitsumfeld. Durch ein Verständnis dieser Dynamik ist es möglich, einen positiven Einfluss auf schwierige Situationen zu nehmen. Zudem werden Lösungsansätze vermittelt, wie Sie einen gelasseneren Umgang damit finden können.
Trisomie 21 - ein komplexes Syndrom
Trisomie 21 oder auch Down-Syndrom genannt ist ein komplexes Behinderungsbild. Menschen mit Down-Syndrom weisen charakteristisches Erscheinungsmerkmale auf, welche jedoch nicht immer schon bei der Geburt sichtbar sind.
Neben den äußeren Erscheinungen, wie z.B. schräg stehende Lidachsen und Kleinwuchs neigen Menschen mit Down-Syndrom zu weiteren Begleiterkrankungen (Herzfehler, Autoimmunerkrankungen, Epilepsie, Depression, Sprechproblemen etc.).
Ihre geistige, körperliche und sprachliche Entwicklung verläuft ebenso wie die sozio-emotionale Entwicklung sehr individuell und damit unterschiedlich. Pädagogische Interventionen müssen folglich auf den Einzelnen ausgerichtet sein und folgen keinem allgemein gültigem Prozess.
Ziel der Fortbildung ist es Trisomie 21 in seiner Komplexität kennenzulernen und Strategien im Umgang mit Menschen mit Down-Syndrom zu entwickeln.
Basiswissen für die Assistenz von Menschen mit erworbener Hirnschädigung (MeH)
In Deutschland erleiden jährlich ca. 250.000 Menschen aufgrund von Unfällen, Schlaganfällen, Herzstillständen, Vergiftungen etc. Schädigungen des Gehirns. Eine zumeist qualitativ hochwertige erstmedizinische Versorgung sichert das Überleben der Betroffenen. Häufig bleiben jedoch körperliche und/oder kognitive Beeinträchtigungen bestehen, durch welche sich einen Verbleib im bisherigen privaten und beruflichen Umfeld – vorübergehend oder dauerhaft – nicht realisieren lässt. Häufig erleben Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung ihre eigene Persönlichkeit als Riesenbaustelle oder „Erdbeben im Kopf“. Das Gebäude muss dabei rein äußerlich nicht immer beschädigt sein, aber es treten Störungsfolgen auf: Gedächtnisstörungen, teilweise schwere kognitive Einschränkungen, Sprachstörungen etc.
Dies alles hat zur Folge, dass für die Betroffenen Unterbringungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten erforderlich werden, welche deren Bedürfnisse gut abbilden können. In diesen Einrichtungen wiederum bedarf es eines speziell für diese Bedarfe geschultes Personal, welches sich– unabhängig von den jeweiligen Qualifikationen und Vorkenntnissen – grundlegende Kenntnisse zu Hirnschädigungen aneignet und die eigene Haltung gegenüber Betroffenen und deren Angehörigen reflektiert. Hierfür dient dieses Angebot. Optimalerweise wird das hier erworbene Wissen anschließend im Rahmen von Spezialfortbildungen noch vertieft.
Mit Angehörigen, Jugendlichen und Kindern auf Augenhöhe kommunizieren
In der pädagogischen Arbeit stehen Fachkräfte täglich im Kontakt mit Angehörigen, Kindern und Jugendlichen – oft in Situationen, die von unterschiedlichen Erwartungen, Sichtweisen und Emotionen geprägt sind.
Eine respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe ist dabei der Schlüssel für eine gelingende Zusammenarbeit. Doch wie kann es gelingen, auch in schwierigen Gesprächen Verständnis, Klarheit und gegenseitige Wertschätzung zu bewahren?
Diese Fortbildung lädt dazu ein, die eigene berufliche Haltung im Spannungsfeld zwischen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft und dem möglichen „Eltern-als-schwieriges Gegenüber“-Bild zu reflektieren.
Ziel ist es, Kommunikation nicht als Machtinstrument, sondern als Brücke zur gemeinsamen Verantwortung und Entwicklung zu begreifen – mit Eltern, Kindern und Jugendlichen gleichermaßen.
Die Teilnehmer lernen systemische Prinzipien der Gesprächsführung kennen und anwenden und erweitern ihr Handlungsrepertoire im Umgang mit herausfordernden Gesprächssituationen.
"Ich bin doch immer noch der Karli!"
„Ich bin doch immer noch der Karli!“ zeigt schon in diesem kurzen Zitat auf, worum es bei dieser Fortbildung geht: Aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung begleiten wir mittlerweile auch immer älter werdende Menschen mit geistiger Behinderung, die häufig relativ früh eine Demenz dazu entwickeln.
Hatten Mitarbeitende und Pflegende bis dato Sicherheit im Umgang, treten nun ganz neue Herausforderungen auf: Wesentliches wird vergessen und verlernt, bisher unproblematische Situationen werden fehlinterpretiert und gehen möglicherweise mit herausfordernden Verhaltensweisen einher, emotionale Achterbahnfahrten nehmen zu.
Neue Wege in der Kommunikation – wertschätzend im Arbeitsalltag
Im beruflichen - wie im privaten - Alltag spielt Kommunikation eine zentrale Rolle. Sie ist Schlüssel zu Beziehung, Vertrauen und Teilhabe. Oft entscheiden die Art und Weise, wie wir etwas sagen, über das Gelingen von Zusammenarbeit, Betreuung und Begleitung.
Die Methode der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg unterstützt Mitarbeitende dabei, auch in herausfordernden Situationen klar, empathisch und respektvoll zu kommunizieren – mit Klient*innen, Kolleg*innen und Angehörigen.
Diese Fortbildung vermittelt Ihnen Werkzeuge, um Missverständnisse zu vermeiden, Konflikte konstruktiv zu lösen und Beziehungen auf Augenhöhe zu gestalten.
Die Teilnehmenden erhalten Gelegenheit, eigene Kommunikationssituationen einzubringen und mit den Methoden der Gewaltfreien Kommunikation zu bearbeiten. So entsteht ein lebendiger Lernraum, in dem neue Perspektiven und konkrete Handlungsstrategien für den Berufsalltag entwickelt werden.
Selbstbestimmung zwischen (Über-)Fürsorge und Verwahrlosung - Bin ich Assistent oder Betreuer?
Die Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung mit dem Ziel möglichst umfänglicher Selbstbestimmung stellt für Mitarbeitende nicht selten eine große Herausforderung dar. Die Akzeptanz des individuellen Lebensent-wurfs, verbunden mit dem Wunsch- und Wahlrecht des Menschen mit Beeinträchtigung, bedeutet für Mitarbeitende eigene Wert- und Normvorstellungen ebenso zu hinterfragen wie bestehende pädagogische Interventionen und institutionalisierte Prozesse der Alltagsbewältigung. Gleichzeitig gilt es, den Prozess selbstbestimmten Handelns als gemeinsamen Entwicklungs- und Lernprozess zu verstehen, dessen Gelingen eines „Halt gebenden, validierenden“ Umfelds bedarf.
Professionelle Beziehungsgestaltung - Herstellen einer gelungenen Balance zwischen Nähe und Distanz in der Assistenz
Professionelle Beziehungsgestaltung ist ein wesentlicher Faktor für eine gelungene Gestaltung des pädagogischen Alltags und Zusammenarbeit zwischen Mitarbeiter*innen und Klient*innen. Mitarbeiter*innen in der Eingliederungshilfe sind dabei permanent herausgefordert, einen „Drahtseilakt“ zwischen Nähe und Distanz zu vollbringen, denn: auf der einen Seite kann zu viel Nähe zu einer emotionalen Überforderung und auch Grenzüberschreitung der Beziehungspartner führen, auf der anderen Seite kann zu viel Distanz eine Abstumpfung der Beziehung bedingen.
In beiden Fällen fehlt die notwendige Professionalität in der Beziehungsgestaltung, die es den Klient*innen ermöglicht Zutrauen und Verlässlichkeit zu erfahren, wo sie in seinen Lebensverhältnissen nicht gegeben ist und die gleichzeitig zu viel Nähe aufbricht. Professionelle Beziehungsgestaltung bedeutet folglich, die Einhaltung der Grenzen, die die Klient*innen möchten und die, die man für sich selbst absteckt.
Forum MeH 2026: Professionell handeln im MeH-Alltag
Im „Forum MeH“ erhalten Mitarbeitende, welche Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung begleiten, eine Plattform zum regelmäßigen Austausch und zur Kompetenzerweiterung. Konkret richtet sich das Angebot an ehemalige Teilnehmende der Fortbildungsreihe „Fachkraft für MeH“ sowie an Personen, die eine ähnlich umfangreiche Fortbildung zu diesem Themengebiet abgeschlossen haben.
Im diesjährigen Forum erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, vertiefte Kenntnisse im professionellen Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen von Klient*innen zu erwerben. Sie erweitern ihre Kompetenzen in der Anwendung von Deeskalationsstrategien und in der Gestaltung emotional anspruchsvoller Situationen. Darüber hinaus reflektieren sie ihre eigene berufliche Haltung im Umgang mit eigenen Grenzen und Grenzen der Klient*innen.
Durch den fachlichen Austausch und die gemeinsame Bearbeitung von Fallbeispielen werden praxisnahe Lösungsansätze entwickelt, bestehende Erfahrungen gebündelt und fachübergreifende Netzwerke gestärkt. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit, ihre eigenen Potentiale und beruflichen Erfolge zu erkennen, zu benennen und für sich und andere nutzbar zu machen.
Basiswissen für die Assistenz von Menschen mit erworbener Hirnschädigung (MeH)
In Deutschland erleiden jährlich ca. 250.000 Menschen aufgrund von Unfällen, Schlaganfällen, Herzstillständen, Vergiftungen etc. Schädigungen des Gehirns. Eine zumeist qualitativ hochwertige erstmedizinische Versorgung sichert das Überleben der Betroffenen. Häufig bleiben jedoch körperliche und/oder kognitive Beeinträchtigungen bestehen, durch welche sich einen Verbleib im bisherigen privaten und beruflichen Umfeld – vorübergehend oder dauerhaft – nicht realisieren lässt. Häufig erleben Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung ihre eigene Persönlichkeit als Riesenbaustelle oder „Erdbeben im Kopf“. Das Gebäude muss dabei rein äußerlich nicht immer beschädigt sein, aber es treten Störungsfolgen auf: Gedächtnisstörungen, teilweise schwere kognitive Einschränkungen, Sprachstörungen etc.
Dies alles hat zur Folge, dass für die Betroffenen Unterbringungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten erforderlich werden, welche deren Bedürfnisse gut abbilden können. In diesen Einrichtungen wiederum bedarf es eines speziell für diese Bedarfe geschultes Personal, welches sich– unabhängig von den jeweiligen Qualifikationen und Vorkenntnissen – grundlegende Kenntnisse zu Hirnschädigungen aneignet und die eigene Haltung gegenüber Betroffenen und deren Angehörigen reflektiert. Hierfür dient dieses Angebot. Optimalerweise wird das hier erworbene Wissen anschließend im Rahmen von Spezialfortbildungen noch vertieft.
Forum Teamleitung 2026
Das jährlich stattfindende Forum Teamleitung richtet sich an Teamleitungen im Dominikus-Ringeisen-Werk und bietet Raum für Austausch, Reflexion und praxisnahe Impulse.
Ziel der diesjährigen Veranstaltung ist es, die Handlungssicherheit von Teamleitungen zu stärken, Führung im Gruppenalltag weiterzuentwickeln und eine wertschätzende Zusammenarbeit zu fördern.
Durch Selbstorganisation, Partizipation und eine klare Aufgaben- und Rollenverteilung im Team wird Verantwortung geteilt, die Leitung entlastet und die Kommunikation sowie Flexibilität im Arbeitsalltag verbessert. Dies trägt zugleich zur Erhöhung der Lebensqualität und Selbstbestimmung der Klient*innen bei und hilft, Belastungsspitzen sowie Krisen- und Ausfallsituationen im Alltag abzumildern.
Ab ca. 15 Uhr wird auch Herr Tyrychter, Mitglied des erweiterten Vorstandes, wieder zum Forum hinzustoßen. Der anschließende Austausch ermöglicht es die Themen des Tages bzw. darüber hinaus auch Aktuelles aufzugreifen und zu diskutierten.
Verhaltensauffälligkeit oder psychische Erkrankung? - Der Versuch einer Abgrenzung
Menschen mit Intelligenzminderung verfügen über eine erhöhte Verletzbarkeit)sowie sehr eingeschränkte Möglichkeiten mit Anspannung und Stress umzugehen bzw. diesen zu regulieren. Werden die Grenzen der Belastbarkeit überschritten, können dadurch Krisensituationen mit aggressiven Durchbrüchen entstehen oder zu psychischen Erkrankungen führen. Ursache ist Stress. Nicht zuletzt sind wir professionelle Betreuer*innen und Assistent*innen diejenigen, die Stress erzeugen, Anforderungen nicht personenspezifisch formulieren und dem individuellen Leistungsniveau sowie emotionalem Entwicklungsstand anpassen und umsetzen. Um die Entstehung solcher Situationen zu verhindern und ihnen professionell begegnen zu können, müssen den betreuenden Personen, die individuellen Defizite, Stärken, Vorlieben, Lebensthemen und Ressourcen der Klient*innen bewusst sein.
Andererseits kann eine erhöhte Vulnerabilität und Sensibilität auf Stress auch immer Symptom einer beginnenden körperlichen oder psychischen Erkrankung sein, die uns zunächst nicht offenbar scheint.
Der sozio-emotionale Entwicklungsstand eines Menschen gibt wesentliche Erkenntnisse über seine Erlebens- und Verhaltenswelt, seine Bedürfnisse, was ihm wichtig ist und wie er seine Welt sieht. Dieser Entwicklungsstand kann mittels der SEED-Diagnostik (Skala der emotionalen Entwicklung) erfasst werden. Das Dominikus-Ringeisen-Werk hat sich und seine Mitarbeitenden (teilweise) bereits mit dem Prinzip der SEED-Diagnostik vertraut gemacht. Die Diagnostik ist das Eine, die Umsetzung in unsere alltäglichen praktischen Arbeit das Andere.
Was bedeutet die SEED-Diagnostik für meine Arbeit, Haltung, den alltäglichen Umgang sowie die Entwicklung individueller pädagogischer Konzepte für jene, denen wir tagtäglich unsere Aufmerksamkeit und Energie schenken? Berücksichtigen wir den emotionalen Entwicklungsstand nicht ausreichend bei der Gestaltung des Umfelds, der Anforderungen und im Umgang, dann können in alltäglichen Situationen, als auch überdauernden Prozessen ein hohes Maß an Stress entstehen. Das heißt kurzum, die Themen Stressentstehung und Stressbewältigung gewinnen deutlich an Bedeutung und benötigen entsprechende Berücksichtigung in der Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen. Gezielte pädagogische Umgangskonzepte, u.a. auf Basis des SEED, sollten uns befähigen, jene Faktoren begünstigend beeinflussen zu können, sodass auch wir mit einem guten Gefühl nach Hause gehen können.
Aus der Komplexität ergeben sich dringende Fragen, die es gilt zu beantworten:
Wie viel Nähe oder Distanz braucht ein Mensch wenn er Stress erlebt?
Wie dürfen Professionelle mit dem eigenen Stress in schwierigen Situationen des beruflichen Alltags umgehen?
Muss man als Mitarbeiter/in alle Bedürfnisse befriedigen?
Wo liegen die eigenen Grenzen?
Ansatzpunkte für mehr Klarheit und Sicherheit im täglichen Umgang mit Betroffenen sind nicht nur Einstellungen und Verhalten der einzelnen Fachkräfte, sondern auch deren Kooperation untereinander und die konsequente Gestaltung der institutionellen Rahmenbedingungen.
Forum Gruppenleitung 2026
Das jährlich stattfindende Forum Gruppenleitung richtet sich an Gruppenleitungen im Dominikus-Ringeisen-Werk und bietet Raum für Austausch, Reflexion und praxisnahe Impulse.
Ziel der diesjährigen Veranstaltung ist es, die Handlungssicherheit von Gruppenleitungen zu stärken, Führung im Gruppenalltag weiterzuentwickeln und eine wertschätzende Zusammenarbeit zu fördern.
Durch Selbstorganisation, Partizipation und eine klare Aufgaben- und Rollenverteilung im Team wird Verantwortung geteilt, die Leitung entlastet und die Kommunikation sowie Flexibilität im Arbeitsalltag verbessert. Dies trägt zugleich zur Erhöhung der Lebensqualität und Selbstbestimmung der Klient*innen bei und hilft, Belastungsspitzen sowie Krisen- und Ausfallsituationen im Alltag abzumildern.
Ab ca. 15 Uhr wird auch Herr Tyrychter, Mitglied des erweiterten Vorstandes, wieder zum Forum hinzustoßen. Der anschließende Austausch ermöglicht es die Themen des Tages bzw. darüber hinaus auch Aktuelles aufzugreifen und zu diskutierten.
"Geh’ weg du Hexe!"
„Geh´ weg, du Hexe!“ Kommt Ihnen das bekannt vor?
Oft verhalten sich demenziell erkrankte und zum Teil beeinträchtigte Menschen anders, als wir es uns wünschen – anstrengend, vermeintlich störend, unverständlich. Was aber liegt diesen Verhaltensweisen zu Grunde und wie kann man sie möglicherweise vermeiden bzw. damit umgehen?
Anhand des NDB-Modells werden Ihnen viele praktische Anregungen mit auf den Weg gegeben, um sich diesem Thema zukünftig gewappnet zu fühlen.
Sie erhalten also Kenntnis darüber, was man zu herausforderndem Verhalten zählt und schaffen ein Verständnis dafür, was zu herausforderndem Verhalten führt. Mit Hilfe des NDB-Modells eignen Sie sich Fähigkeiten an mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz mit und ohne Behinderung umzugehen und überprüfen schlussendlich auch Ihre eigene Einstellung hinsichtlich herausfordernder Verhaltensweisen.