Impulsvorträge
Kurse (9)
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Fachtag zum Thema erworbene Hirnschädigung
Liebe Mitarbeitende des Dominikus-Ringeisen-Werks und der St. Josefskongregation, liebe Gäste,
der erste Fachtag des Dominikus-Ringeisen-Werks zum Thema erworbene Hirnschädigungen steht unter dem Titel ,,Und morgen kann ich es sein“- ein Satz, der verdeutlicht, wie plötzlich und unerwartet eine Hirnschädigung das Leben verändern kann.
Sie kann jeden treffen, zu jedem Zeitpunkt.
Mit diesem Fachtag möchten wir auf einen Personenkreis aufmerksam machen, der oft wenig wahrgenommen wird. Wir wollen zeigen, welche Herausforderungen Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen und ihre Angehörigen bewältigen müssen- und wie wichtig eine gute, fachübergreifende Unterstützung ist.
Aus unterschiedlichen Perspektiven nähern wir uns dem Thema, um gemeinsam Wissen zu teilen, Verständnis zu fördern und Wege für eine bestmögliche Begleitung zu entwickeln.
Wir freuen uns, mit dem Fachtag einen wichtigen Impuls setzen zu können.
Spirituelle Auszeit „Wandern und Wundern“
Ein besonderes „Duo“ wird diese Auszeit prägen: Das Wandern – Wir werden bei dieser Auszeit jeden Tag eine schöne Wanderstrecke rund um das Kloster Holzen gehen, in den Frühling hinein, über Berg und Tal und Stock und Stein, bei jedem Wetter. Die Wanderstrecke wird am ersten Tag ca. 15 km, am vollen Tag etwas über 20 km, und am letzten Tag weniger als 10 km betragen.
Das Wundern – Die Natur bietet in dieser Jahreszeit viele gute Gründe, sich immer wieder zu wundern. Diese Wunder wollen wir mit allen Sinnen genießen. Auch in der Bibel finden wir Wundererzählungen. Meistens geschehen dort diese Wunder in der Begegnung zwischen Jesus und den Menschen. Die ein oder andere Erzählung begleitet uns, wenn wir uns Zeit nehmen, um die kleinen und großen Wundern in unserem eigenen Leben zu entdecken.
Forum Praxisanleitung 2026
Praxisanleitung ist die Ergänzung der fachtheoretischen Ausbildung in Fachschulen. Der Arbeits- und Praktikumsplatz ist dabei ein praktischer Lernort, an dem erworbenes Wissen in Handlung umgesetzt wird bzw. neues Wissen erworben wird.
Das Gelingen der Praxisanleitung hängt wesentlich vom planmäßigen und zielgerichteten Vorgehen ab. Ein jährliches „Forum Praxisanleitung“ soll dazu dienen, diese Prozesse souverän und gelingend mitzusteuern.
Dieser Teil des Forums Praxisanleitung 2026 betrachtet den grundlegenden Prozess der Praxisanleitung innerhalb des Dominikus-Ringeisen-Werks. Dabei werden die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich der Heilerziehungspflege vorgestellt und auch die Voraussetzungen hierfür näher erläutert. Es werden wichtige Formulare vorgestellt, der Prozess der Einsatzstellensuche bzw. dem Wechsel aufgezeigt und arbeitsrechtlichen Hintergründe erklärt, die hier im Besonderen berücksichtigt werden müssen. Zudem werden aktuelle Entwicklungen von Seiten des Trägers (Stichwort Schulversuch) ebenso dargestellt und ein Austausch untereinander ermöglicht.
Straßenexerzitien - ein spiritueller Tag in Augsburg
Exerzitien sind Übungen. Was wird geübt? Aufmerksamkeit. Auf was? Auf das Leben im Anderen und in mir selber. Ich suche Gott, wo immer er mir begegnen will.
Wir suchen ihn dort, wo wir ihn vielleicht am wenigsten vermuten: mitten in der Stadt. Einen Tag lang Gott suchen – und uns überraschen lassen. Einen Tag lang durch Augsburg gehen, ohne Geld, ohne Handy, ohne Absicht – und sehen, was passiert. Es ist ein Tag der Ruhe und Entschleunigung. Es steht kein Termin an und nichts ist zu erledigen. Es geht darum aufmerksam zu sein und Menschen zu begegnen.
Abschlussrunde: 15.00 Uhr in der Moritzkirche,
In der Abschlussrunde erzählen wir uns gegenseitig, was wir erlebt haben. Im Gespräch entdecken wir, wo wir Spuren Gottes gefunden haben, der doch versprochen hat, ganz nahe zu sein.
Demenz bei Klient*innen mit Trisomie 21
Aufgrund der demographischen und gesellschaftlichen Entwicklung werden in Zukunft immer mehr Menschen mit Demenz in sozialen Einrichtungen leben und Träger sowie Personal vor immense Herausforderungen stellen. Das Integrieren dieser Senior*innen in bestehende Strukturen ist eine der großen Aufgaben, die schon jetzt, aber zunehmend auch in den kommenden Jahren zu bewältigen sein wird. Dies betrifft auch und vor allem Einrichtungen der Behindertenhilfe, da fast 90 % aller Klient*innen mit Trisomie 21 im Alter von 65 Jahren von einer Demenz betroffen sind. Zudem tritt diese Krankheit bei Menschen mit Trisomie 21 viel früher als bei Menschen ohne Behinderung auf.
Menschen mit Demenz brauchen in ihrer Nähe Menschen, die um die Besonderheiten im Umgang mit ihnen wissen. Nur so kann ein professionelles, wertschätzendes und gutes Miteinander zum Wohle der Betroffenen, aber auch des Pflegepersonals entstehen. Die Diagnose von Demenz, ist eine große Herausforderung, und kann nur durch geschultes Personal mit Unterstützung von Ärzten gelingen. Diese Fortbildung soll daher die Teilnehmenden dabei unterstützen für diese vielfältigen, künftigen Herausforderungen gerüstet zu sein, um im Pflegealltag die Betroffenen optimal zu begleiten und dabei in der eigenen Kraft zu bleiben.
Die Teilnehmenden lernen Menschen mit Demenz in ihren Veränderungen, Nöten und Sorgen zu verstehen. Durch viele Beispiele aus dem Alltag, „begreifen“ sie, was bei den Betroffenen körperlich, geistig und auch seelisch passiert. Ursachen von Aggression, Depression und „herausforderndem Verhalten“ werden vermittelt und der menschlich-professionelle Umgang mit Konflikten geschult. Das Erkennen von Schutzmechanismen, Stressfaktoren, Bedürfnissen aber auch Ressourcen erleichtert dann in der Zukunft den Umgang miteinander und auch die Integration in bestehende Strukturen. Die Unterscheidung von zwischen behinderungsspezifischen Einschränkungen und einer Demenz werden herausgearbeitet und man lernt, welche „typischen“ Verhaltens-weisen für Trisomie 21 stehen bzw. was es bedeuten kann, wenn Menschen mit Trisomie 21 an Demenz erkranken. Die Teilnehmenden lernen, die typischen Symptome der Krankheit zu erkennen, diese adäquat zu begleiten und das Umfeld so zu gestalten, dass die Klient*innen möglichst gut mit der Krankheit zurechtkommen können.
Motivation von (Berufs-)Fachschülerinnen und -schülern in der (Heilerziehungs-)Pflege
Was motiviert junge Menschen heute, einen Beruf in der Pflege, Heilerziehungspflege oder als Erzieher*in zu lernen und wie kann diese Motivation im Praxisalltag erhalten oder gestärkt werden?
Dieses Seminar lädt dazu ein, das Thema Motivation aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten: pädagogisch, psychologisch und ganz praktisch.
Im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen entwickeln die Teilnehmenden praxisnahe Strategien und erhalten Anregungen, wie sie Motivation gezielt fördern können – bei ihren Schülerinnen und Schülern, aber auch bei sich selbst.
Die Teilnehmenden setzen sich mit den Grundlagen von Motivationstheorien auseinander (z. B. Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan, Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg) und übertragen diese auf typische Situationen in der Anleitungspraxis. Anhand von Praxisbeispielen wird erarbeitet, wie intrinsische Motivation gefördert, extrinsische Anreize sinnvoll eingesetzt und demotivierende Faktoren erkannt werden können.
Forum Praktikantenanleitung 2026
Seit vielen Jahren werden im Dominikus-Ringeisen-Werk Freiwilligendienste angeboten. Eines der bekanntesten Modelle ist dabei das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ).
Oft wurden Freiwilligendienst für das Sammeln der nötigen Vorerfahrung für die Absolvierung einer Ausbildung in der Heilerziehungspflege verwendet. Durch die Einführung des Heilerziehungspflegerischen Einführungsjahres (HEJ) hat sich dies nun verändert und der eigentliche Zweck eines Freiwilligendienstes, die berufliche Orientierung, rückt wieder mehr in den Vordergrund.
Um Klarheit zwischen den inzwischen vielfältigen Freiwilligendiensten im DRW zu schaffen, werden im Rahmen dieser Fortbildung Unterschiede und Gemeinsamkeiten aller Modelle konkret benannt und erklärt. Auch das große Potenzial, welches in jungen Menschen steckt die einen Freiwilligendienst im DRW absolvieren, wird tiefergehend thematisiert.
Liebe – und dann tue, was Du willst.
Die Sehnsucht, gesehen, geschätzt und geliebt zu werden, wohnt in jedem von uns. Es ist ein Wunsch, der uns tief mit anderen Menschen verbindet. In diesen Tagen der Foto-Exerzitien geben wir dieser Sehnsucht Raum und erforschen, wie die Liebe unser Leben verwandeln kann.
Augustinus fasst es kürzer zusammen, wenn er schreibt: Liebe und dann tue, was du willst. Die Liebe kann alles, will alles – geben wir ihr eine Chance?
In den Foto-Exerzitien starten wir den Tag mit einem inhaltlichen Impuls, der einlädt, das Herz zu öffnen und sich intuitiv im Laufe des Tages für ein Foto-Motiv zu entscheiden.
Mit der Kamera in der Hand begeben wir uns tagsüber auf eine intuitive Suche nach Motiven, die uns persönlich ansprechen.
Im Gruppengespräch am Nachmittag betrachten wir die entstandenen Tagesbilder, entdecken gemeinsam Details und überlegen, was sie erzählen.
Der gemeinsame Tag endet in einem Gebet mit mehr Stille im historischen Chor der Klosterkirche.
Fotografieren als meditativer Weg der Selbsterkenntnis und der spirituellen Erfahrung.
Feedback gestalten in der Praxisanleitung – mit Mut auch Kritisches anzusprechen
Praxisanleitungen stehen regelmäßig vor der Herausforderung, Lernende zu begleiten, zu fördern und gleichzeitig oft auch fachlich zu bewerten. Besonders kritisch wird es, wenn Rückmeldungen unangenehme Themen berühren: unzureichende Arbeitsqualität, fehlende Zuverlässigkeit, unpassendes Auftreten oder die wiederholte Missachtung von Absprachen. In solchen Momenten zeigt sich, wie entscheidend professionell gestaltetes Feedback für den Lernprozess ist.
Das Seminar unterstützt Praxisanleitungen dabei, kritische Rückmeldungen klar, wertschätzend und wirksam zu formulieren – ohne die Beziehung zu belasten oder notwendige Themen auszusparen. Durch praxisnahe Übungen und erprobte Gesprächsstrukturen wird erfahrbar, wie Feedback Orientierung geben, Entwicklung ermöglichen und gleichzeitig Sicherheit für beide Seiten schaffen kann.