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Demenz bei Klient*innen mit Trisomie 21

Aufgrund der demographischen und gesellschaftlichen Entwicklung werden in Zukunft immer mehr Menschen mit Demenz in sozialen Einrichtungen leben und Träger sowie Personal vor immense Herausforderungen stellen. Das Integrieren dieser Senior*innen in bestehende Strukturen ist eine der großen Aufgaben, die schon jetzt, aber zunehmend auch in den kommenden Jahren zu bewältigen sein wird. Dies betrifft auch und vor allem Einrichtungen der Behindertenhilfe, da fast 90 % aller Klient*innen mit Trisomie 21 im Alter von 65 Jahren von einer Demenz betroffen sind. Zudem tritt diese Krankheit bei Menschen mit Trisomie 21 viel früher als bei Menschen ohne Behinderung auf.

 

Menschen mit Demenz brauchen in ihrer Nähe Menschen, die um die Besonderheiten im Umgang mit ihnen wissen. Nur so kann ein professionelles, wertschätzendes und gutes Miteinander zum Wohle der Betroffenen, aber auch des Pflegepersonals entstehen. Die Diagnose von Demenz, ist eine große Herausforderung, und kann nur durch geschultes Personal mit Unterstützung von Ärzten gelingen. Diese Fortbildung soll daher die Teilnehmenden dabei unterstützen für diese vielfältigen, künftigen Herausforderungen gerüstet zu sein, um im Pflegealltag die Betroffenen optimal zu begleiten und dabei in der eigenen Kraft zu bleiben.

 

Die Teilnehmenden lernen Menschen mit Demenz in ihren Veränderungen, Nöten und Sorgen zu verstehen. Durch viele Beispiele aus dem Alltag, „begreifen“ sie, was bei den Betroffenen körperlich, geistig und auch seelisch passiert. Ursachen von Aggression, Depression und „herausforderndem Verhalten“ werden vermittelt und der menschlich-professionelle Umgang mit Konflikten geschult. Das Erkennen von Schutzmechanismen, Stressfaktoren, Bedürfnissen aber auch Ressourcen erleichtert dann in der Zukunft den Umgang miteinander und auch die Integration in bestehende Strukturen. Die Unterscheidung von zwischen behinderungsspezifischen Einschränkungen und einer Demenz werden herausgearbeitet und man lernt, welche „typischen“ Verhaltens-weisen für Trisomie 21 stehen bzw. was es bedeuten kann, wenn Menschen mit Trisomie 21 an Demenz erkranken. Die Teilnehmenden lernen, die typischen Symptome der Krankheit zu erkennen, diese adäquat zu begleiten und das Umfeld so zu gestalten, dass die Klient*innen möglichst gut mit der Krankheit zurechtkommen können.

 

·Grundlagen – Demenz bei Menschen mit Behinderung speziell Trisomie 21

·Diagnose – Möglichkeiten und Grenzen

·Symptome der Demenz und die Auswirkungen im Alltag und der Vergleich zu

·Menschen mit Trisomie 21

·Verstehen, wie sich die Welt eines Betroffenen ändert

·Deprivation und Regression verstehen und vermeiden

·Konflikte professionell begleiten

·Spiegelneuronen nutzen

·Kommunikationsgrundlagen bei Sprachproblemen

·Schutzmechanismen, Stressfaktoren, Ressourcen und Bedürfnisse von Menschen mit Demenz

·Neu erworbenes Wissen zukünftig in den Arbeitsalltag integrieren